• Stress vermeiden durch Achtsamkeit

Stress

Stress ist ein Symbol für Belastung ganz allgemein geworden. Ursprünglich sollte der Begriff nur beschreiben, was im Körper passiert, wenn er belastet wird. „Stress“ ist also zunächst ein neutraler Ausdruck. Die negative Komponente hatte Selye ursprünglich „Disstress“ genannt, während er positiven Stress als „Eustress“ bezeichnete. Die Stressreaktion des Körpers ist an sich nicht gesundheitsschädigend und der phasenhafte Verlauf wird manchmal eher als angenehm und leistungssteigernd erlebt.

➦ Die gesundheitsschädigenden Auswirkungen werden durch folgende Aspekte hervorgerufen:

  • ständige Erregung des Sympathikus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Leber- und andere Organerkrankungen
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • erhöhtes Schlaganfallrisiko
  • verminderte Darmtätigkeit
  • Magen-Darmerkrankungen
  • erhöhter Muskeltonus
  • Verspannungen
  • Haltungs- und Gelenksschäden
  • Spannungskopfschmerz
  • chronische Belastung
  • Organismus in ständiger Widerstandsbereitschaft
  • Erschöpfung
  • Leistungsverlust
  • geschwächte Immunkompetenz

➦ Typische Denkgewohnheiten von Menschen, die in sich inneren Stress erzeugen:

  • Sie haben Angst vor Ablehnung.
  • Als Folge davon stellen sie keine Forderungen,
  • äußern ihre Bedürfnisse nicht,
  • sagen ihre Meinung nicht.
  • Sie haben Angst, anderen weh zu tun.
  • Als Folge davon scheuen sie sich, Nein zu sagen.
  • Sie fordern von sich, alles perfekt zu machen.
  • Als Folge davon überfordern sie sich.
  • Sie haben Angst vor Fehlern.
  • Als Folge davon trauen sie sich nicht an neue Aufgaben, verkrampfen sich bei der Arbeit.
  • Sie sehen sich als minderwertig an.
  • Als Folge davon äußern sie ihre Bedürfnisse nicht, versuchen nach außen, perfekt zu sein.
  • Sie haben Angst vor Konflikten.
  • Als Folge davon gönnen sie sich keine Zeit für sich alleine, äußern ihre Meinung nicht, wehren sich nicht.

➦ Eine pragmatische Klassifikation von Stressoren unterscheidet

Objektive Stressoren:

  • Schlafentzug, Verletzungen, Krankheiten, schwere Operationen, Verbrennungen, Unterkühlung, Hitze, Kälte, Luftdruckveränderungen, Hunger, Durst, Lärm, intensives Licht, Isolation, Dichte (wie Bevölkerungsdichte), monotone Arbeit, Unterforderung und Überforderung, schlechte Lebens- und Arbeitsbedingungen, Nichterfüllung wesentlicher Bedürfnisse.

Subjektive Stressoren:

  • Negative Denkmuster, die Neigung zu Ungeduld, Ärger, Wut, Angst, Feindseligkeit, Dominanzstreben oder Konkurrenzdenken, falsche Situationsbewertungen, Schwarzsehen, Hineinsteigern, selbst gemachter Zeit- und Leistungsdruck, zu hohe Erwartungen, Enttäuschungen, eingebildete Bedrohung oder Hilflosigkeit.